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Bericht des Vorsitzenden an die Mitgliederversammlung des Sächsischen Museumsbundes e.V. am 10. März 2008 in Leipzig ...als WORD-Dokument zum Download

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Bericht des Vorsitzenden an die Mitgliederversammlung des Sächsischen Museumsbundes e.V. am 19. März 2007 in Zittau
Dank
Ganz großen Anteil am Gelingen der Zittauer Tagung hat Herr Dr. Volker Dudeck. Mit dem weit überregional bedeutsamen Fastentuch-Projekt hat er zu dem überwältigenden Interesse schon am ersten Tag unseres Treffens beigetragen. Seine langjährigen guten Kontakte nach Tschechien ermöglichten eine hervorragende Exkursion. Herzlich danken wir der Belegschaft der Städtischen Museen Zittau mit Herrn Arwed Vietze, Frau Carmen Herkner, Frau Margitta Radschinski und Frau Andrea Klinger für die gute Vorbereitung und Betreuung zu unserer Tagung. Die Stadtverwaltung Zittau stellte gastfreundlich ihr Rathaus zur Verfügung und begrüßte uns gleich zu Beginn persönlich durch Herrn Oberbürgermeister Arnd Voigt. Der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien mit Landrat Herrn Bernd Lange und Kulturraumsekretär Herrn Joachim Mühle trug inhaltlich und finanziell wesentlich zum Gelingen der Tagung bei. Besonderer Dank gilt allen für den kollegialen Erfahrungsaustausch und die herzliche Gastfreundschaft an den Exkursionsorten. Wir freuen uns, dass die Tagung wieder von einem Hauptsponsor unterstützt wurde: SECURITAS Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG.
Tagungsthema
Zu unserer diesjährigen Tagung stellen wir die Frage „Fastenzeit in Museen?“
Leider muss man diese Nachfrage zum Teil bejahen. Ein Kurs der Reduzierung und gar des Verzichts zeichnet sich durch eine Reihe von Entwicklungen im Museumswesen Sachsens ab:
- Der Freistaat Sachsen setzt rigoros sein Programm der 30-prozentigen Reduzierung des Personals in den staatlichen Museen durch.
- Im Zuge der für 2008 vorgesehenen Verwaltungsreform will die Staatsregierung auf die Fachkompetenz der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen verzichten und diese auflösen.
- Kommunale Museen werden zunehmend in Kultur-, Tourismus- und andere Eigenbetriebe eingebunden. In der Regel rücken dabei die Museen in dere Verwaltungshierarchie weiter nach unten.
- Der Einstellungsstopp zur Personalreduzierung verhindert das Nachrücken  einer jungen Generation von Museumsfachleuten. Außerdem wurden erfolgreiche und erfahrene Museumsleiter zum vorzeitigen Eintritt in den Alterszeitübergang gedrängt.
- Die Beteiligung des Freistaates am Zweckverband Sächsisches  Industriemuseum wird jährlich um 7 Prozent verringert. Daraus könnte man den Schluss ziehen, dass die Bedeutung der sächsischen Industriekultur jährlich um 7 Prozent sinkt. Wie wir das auch hier im Technischen Denkmal Kraftwerk Hirschfelde gesehen haben, stimmt das doch nicht so. 
Unserem Tagungsthema „Fastenzeit in Museen?“ folgend muss man sich fragen: Führen diese Entbehrungen im übertragenden Sinne wirklich zu einem positiven Fastenerfolg? Will der Freistaat mit seinen staatlichen Museen weiter einen europäischen Spitzenrang oder gar Niveau von Weltgeltung halten? Im Sport gelingt das nicht ohne hervorragende Athleten. Ein staatliches Museum für Volkskunst, in dem es nach dem Personalabbau nur noch einen Wissenschaftler, den Direktor, gibt, wird kaum die regionalen Aufgaben erfüllen können oder geschweige höhere Ansprüche.
Ringen um den Erhalt der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen
Mit Entsetzen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass in dem über 300 Seiten umfassenden Entwurf des Gesetzespaktes für die 2008 in Sachsen beabsichtigte Verwaltungs- und Funktionalreform vom 19. Dezember 2006 weiter die Auflösung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen beabsichtigt ist.
Der Text, der die Landesstelle für Museumswesen betrifft lautet:
„Am 26./27 Juni 2006 hat das Kabinett mit Beschluss Nummer 04/0342 entschieden, dass im Rahmen der Verwaltungs- und Funktionalreform im Freistaat Sachsen künftig auf die Beratung nichtstaatlicher Museen durch die Landesstelle für Museumswesen verzichtet wird. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Staates, die nicht zwingend erbracht werden muss. Die Förderaufgaben im Bereich Museumswesen sollen gemäß Kabinettsbeschluss Nummer 04/0362 vom 18. Juli 2006 auf die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen verlagert werden. Die Landesstelle für Museumswesen wird daher aufgelöst.“
Das klingt alles sehr bestimmend und endgültig. Sollen wir uns nun ehrfürchtig in die Weisungen der Kabinettsbeschlüsse fügen? 
Wissen die Damen und Herren des Kabinetts eigentlich, dass sie damit nicht dem Wohle und Ansehen des Freistaates Sachsen dienen?  Was ja ihr Auftrag durch die  Bürgerschaft ist! Wir sagen deutlich: Mit der Auflösung der Landesstelle für Museumswesen wird dem Ansehen, das Sachsen als Kulturstaat in Deutschland und in Europa über eine Entwicklung von 15 Jahren systematisch aufgebaut hat, schwerer Schaden und ein derber Rückschlag zugefügt. Deutschlandweit vorbildliche und effiziente Strukturen dürfen nicht wegen der formalen Prinzipien
einer Verwaltungsreform zerschlagen werden. Mit der Übertragung der Fördergelder auf die Kulturstiftung ohne die fachlich begleitende Tätigkeit bleiben die bisher sich so positiv und vorbildlich auf die Qualität der breiten Museumslandschaft auswirkenden Effekte auf der Strecke. All dies haben wir als Vorstand des Sächsischen Museumsbundes in unserer Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Verwaltungs- und Funktionalreform zum Ausdruck gebracht. Der gesamte Text wurde Ihnen hier zur Tagung übergeben. Unsere Argumentation hatten wir auch bereits im Heft 32 der Informationen des Sächsischen Museumsbundes veröffentlicht.
Weitere 116 von der Verwaltungs- und Funktionalreform betroffene Träger öffentlicher Belange waren bis 15. März aufgefordert, zu dem über 300 Seiten umfassenden Gesetzesentwurf Stellung zu nehmen. Darunter waren ICOM Deutschland, der Deutsche Museumsbund und das Institut für Museumsforschung in Berlin, die sich natürlich in unserem Sinne speziell bezogen auf die Landesstelle geäußert haben.
Als wichtige Verbündete haben wir auch die 22 Kreise und die 7 kreisfreien Städte angesehen, die ebenso Stellungnahmen abgeben durften. Wir haben unsere Mitglieder angeregt, bei diesen Landräten und Oberbürgermeistern die Problematik der Landesstelle anzusprechen und auf deren Votum für den Erhalt hin zu wirken. Die Kulturraumsekretäre wurden um Hilfe gebeten und schließlich haben wir uns mit einem Brief an alle 29 Landräte und Oberbürgermeister sowie andere, die zur Stellungnahme aufgefordert waren, von wir auch ein Votum für die Landesstelle erwarten konnten (z.B. Sparkassenverband über die Vertreter der Sparkassenstiftung) gewandt. Wir mussten dabei feststellen, dass es sehr schwierig war angesichts des riesigen Gesetzespaktes Einsatz für unser spezielles Problem zu erreichen. 12 Landräte, die abgeschafft werden sollen, haben vielfach ganz andere Schwerpunkte.
Trotz dieser Existenzbedrohung setzte die Sächsische Landesstelle für Museumswesen ihre so fruchtbare und effiziente Arbeit für ein hohes Niveau der sächsischen Museumslandschaft fort. 86 Projekte wurden mit 727.000 Euro gefördert. Den Schwerpunkt bildete der Bereich Restaurierung/Konservierung, in dem 31 Maßnahmen gefördert wurden. Ein herausragendes Projekt war die Restaurierung spätgotischer Messgewänder der Städtischen Sammlungen Görlitz. Qualitätvolle Ausstellungsneugestaltungen wurden im Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen sowie in den Museen Grimma und Olbernhau erreicht. Durch die Förderung von Konzeptionen wurde eine professionelle Grundlage für die Neugestaltung des Stadtmuseums Riesa, des Adam-Ries-Hauses in Annaberg-Buchholz und des Bergbaumuseums Altenberg geschaffen. Auch große Museen erhielten von der Landesstelle Unterstützung: Museum für Angewandte Kunst Leipzig, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig und Städtische Kunstsammlungen Chemnitz. 
Aktualisierung der Museumskonzeption
Am 13. Februar 2007 hatten der Vorsitzende und das Vorstandsmitglied Herr Dr. Thomas Schuler die Möglichkeit, mit der neuen Staatsministerin Frau Dr. Eva-Maria Stange ein Gespräch zu führen. Es wurden folgende Aufgaben, Probleme und Fragen angesprochen:
- Aktualisierung der Museumskonzeption
- Erhalt der Qualität der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen
- Zukunft des Zweckverbandes Sächsisches Industriemuseum bei sinkender Beteiligung des
Freistaates
- Ziele der Kulturraumförderung im Museumswesen
- Sicherung der internationalen Qualität der staatlichen Museen trotz Personalabbaues
- Rolle und Finanzierung eines sächsischen Museumspreises
- Planungssicherheit bei der Nutzung von Fördermitteln
Berichten möchte ich hier über die Aktualisierung der Museumskonzeption von 2001, was der Schwerpunkt des Gespräches mit der Ministerin war.
Wir verwiesen auf unsere damaligen Forderungen an eine Museumskonzeption, die wir im Heft 23 unserer Verbandszeitschrift veröffentlicht haben.
In den Grundzügen decken sich unsere damaligen Auffassungen mit den 2005 vom Deutschen Museumsbund und ICOM Deutschland formulierten Standards für Museen:
- ICOM- Museumsdefinition als Ausgangspunkt aller konzeptioneller  Entscheidungen
- Sicherung der Dauerhaftigkeit des Museums
- Grundlegende Bedeutung von Satzungen für die einzelnen Museen
- Qualifiziertes Personal
Wir stellten und beantworteten schon im Jahre 2001 die Fragen: Woran misst sich die Effizienz der Museen? Welchen Platz nehmen Museen in der heutigen Medienwelt ein? In welchem Verhältnis steht der Museumsbesuch zu anderen Freizeitangeboten? Können Museen als Wirtschaftsunternehmen geführt werden? Nützt der Wechsel der Trägerschaft den Zielen der musealen Arbeit? Im Juni 2002 kam es im Kulturausschuss des Landtages zu einer Anhörung über die Museumskonzeption.
Insbesondere forderten wir langfristige Weichenstellungen für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Museumswesens in Sachsen. Außerdem erreichten wir damals beim Sächsischen Städte- und Gemeindetag, sich bei ihren Kommunen für das langfristige Bekenntnis zu den Museen in deren Eigentum einzusetzen. Wir machten Frau Staatsministerin Stange auf diese Prinzipien als Ausgangspunkt für die Aktualisierung der Museumskonzeption aufmerksam. Weiterhin warnten wir vor einem Zeitdruck, der keine gründlichen Zuarbeiten und Analysen durch die Betroffenen zulässt.
Konzeptionstreue wurde angemahnt. So enthielt die Konzeption von 2001 die Festlegung, das Japanische Palais in Dresden als Ausstellungsgebäude für vier Museen unter einem Dach zügig auszubauen (Museum für Tierkunde, Museum für Mineralogie und Geologie, Museum für Vorgeschichte und Museum für Völkerkunde). Die uns bekannte Entwicklung seitdem hat nichts mit Konzeptionstreue zu tun. Besserung ist nicht in Sicht. Vor 14 Tagen verkündete die Pressesprecherin des SMWK, dass im Japanischen Palais ein naturhistorisches Kindermuseum eingerichtet werden solle. Der Gipfel der Konzeptionslosigkeit dabei ist, dass es dazu mit dem Direktor der Staatlichen Naturhistorischen Sammlungen nicht keine Abstimmung gab und er dies erst aus der Presse erfuhr. Der Sächsische Museumsbund hat sich immer für die Arbeit an einer echten Museumskonzeption ausgesprochen und ist in diesem Sinne zur Mitarbeit bereit. Das SMWK kann nur für die staatlichen Museen konzeptionelle Festlegungen treffen. Es kann aber nicht die Entscheidungshoheit anderer Träger eingreifen. Wir als Sächsischer Museumsbund verfügen hier über den Vorteil, dass wir mit allen unseren Mitgliedern über die Museumskonzeption sprechen können: den kommunalen Museen, den staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten, der Stiftung Sächsische Gedenkstätten sowie einzelnen Stiftungen(z.B. Deutsches Hygiene-Museum) und privaten Museen.
Tätigkeitsbericht des Vorstandes
Als sehr erfreulich können wir einen weiteren Anstieg unserer Mitgliederzahl auf 260 verzeichnen. Im Vergleich waren es vor einem Jahr 246. Es gab im Berichtszeitraum den Austritt eines persönlichen Mitgliedes und von zwei Museen aufgrund von Zusammenschlüssen (in Altenberg und Sebnitz). Dem gegenüber standen 16 Beitritte (10 Museen und 6 Personen) und ein Wiedereintritt (Großbothen).
Im Berichtszeitraum fanden 5 Vorstandssitzungen statt:
- 29. April 2006 im Sorbischen Museum Bautzen
- 19. Juni 2006 in der HTWK Leipzig, Studiengang Museologie
- 14. September 2006 in Sächsischen Landesstelle für Museumswesen Chemnitz
- 7. Dezember 2006 im Rathaus Zittau
- 2. Februar 2007 im Stadtmuseum Dresden
Hauptproblem war der Erhalt der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen. Dieses Thema hat uns viel Kraft gekostet und vom Einsatz für vorwärtsweisende Aktivitäten abgehalten. Am 19. Juni 2006 führten wir ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ausschusses Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien des Sächsischen Landtages Herrn Robert Clemen. Er stimmte uns in den Argumenten zum Erhalt der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen grundsätzlich zu. Aber der Kabinettsbeschluss vom 26./27. Juni wurde nicht verhindert. Daraufhin wandten wir uns Ende Juli mit Großer Besorgnis an den Staatssekretär im SMWK Herrn Dr. Knut Nevermann, mit dem ich am 26. Juli im Beisein von Frau Mieth ein Gespräch führte. Nach dem Kabinettsbeschluss vom 18. Juli 2006, die Förderaufgaben im Bereich Museumswesen von der Landesstelle für Museumswesen in die Kulturstiftung zu verlagern, suchte wir das Gespräch mit dem Präsidenten der Kulturstiftung MdL Herrn Steffen Heitmann. Die Übernahme der jetzigen Aufgaben der Landesstelle für Museumswesen einschließlich des Fachpersonals hielt er für möglich.
Das könne aber nur geschehen, wenn diese neue Aufgabenstellung der Kulturstiftung vom Freistaat zugewiesen würde. Das ist jedoch bisher nicht geschehen. Die bloße Übernahme der für die Kulturstiftung relativ kleinen Summe von 800.000 Euro ist ein relativ einfacher Akt, da die Kulturstiftung bereits für andere Kultursparten Fördermittel ohne fachliche Beratung und Begleitung ausgibt. Gerade das bemängeln die betroffenen anderen Kulturverbände. Nach der bisherigen Förderpolitik der Kulturstiftung folgend könnten mit 800.000 Euro zwei besondere Gemälde an finanziert werden, statt 80 fachlich begleitete Projekte durch die Landesstelle für Museumswesen.
Am 15. September 2006 führte der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag Herr Dr. Andreas Schmalfuß ein Gespräch mit ca. 20 Museumsleuten, die gegenüber Landtagsabgeordneten für den Erhalt der Landesstelle eingesetzt hatten. Zur Vorstandssitzung am 2. Februar 2007 suchten wir erneut die Aussprache mit den kulturpolitischen Sprechern bzw. deren Mitarbeitern der Fraktionen CDU, SPD, Bündnis 90 die Grünen, FDP und PDS.
Nun über andere Aktivitäten des Vorstandes:
- Die Fortbildungstagung am 6. November 2006 in der HTWK Leipzig zum Thema „Qualität des Sammelns“ fand mit 132 Teilnehmern einen außerordentlich großen Zuspruch, ebenso die anschließenden Exkursionen in die Sammlungen Leipziger Museen. Die Vorbereitung lag in den Händen von Herrn Dr. Thomas Schuler und Herrn Prof. Dr. Dr. Markus Walz von der HTWK, der selbst zwei Grundsatzreferate übernahm. Wir danken beiden recht herzlich für das große Engagement.
- Das Heft 32 unserer Verbandszeitschrift „Informationen des Sächsischen Museumsbundes“ erschien in neuer Gestaltung und in der Erweiterung „Museumswesen in Sachsen“ gemeinsam mit der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen. Das Heft wurde mit 152 Seiten Umfang sehr kompakt. In den Vorstandssitzungen im April, Juni und September wurde aus mehreren Angeboten die jetzige Gestaltung ausgewählt und entwickelt. Herr Dr. Martin Antonow übernahm die dazu erforderliche redaktionelle Organisation.
Für die nächsten Hefte bitten wir um Ihre Mitarbeit, besonders an den neuen Rubriken Sonderausstellungsbörse, Personalia, Ausstellungsbesprechungen und Tagungsberichte. Dieser Neubeginn mit Heft 32 bedeutete das Ende der langen sehr guten Zusammenarbeit mit dem Verlag Beier & Beran von 1995 bis 2005 bei der Produktion der Hefte 10 bis 31. Ich möchte an dieser Stelle Herrn Dr. Hans-Jürgen Beier für die vollbrachte Leistung herzlich danken. Diese Publikationen stellen einen bleibenden bedeutenden Wert in der Entwicklung unseres Verbandes dar.
- Am Internationalen Museumstag 2006 beteiligten sich in Sachsen 82 Museen mit 244 Aktionen. Erstmals gab es eine zentrale Eröffnungsveranstaltung für Sachsen, die am 21. Mai im Gellert-Museum Hainichen stattfand. Im Mittelpunkt stand dabei die familienfreundliche Aktion „Museen entdecken“ von 21 Museen des Kulturraumes Mittelsachsen. In diesem Jahr wird der Internationale Museumstag unter dem Motto „Museen und universelles Erbe“ für Sachsen am 19. Mai 2007 im web Museum Oederan eröffnet. Das web Museum Oederan wurde Sieger eines sachsenweiten Wettbewerbs um die Eröffnungsveranstaltung. Zwei weitere besondere Aktionen werden am 20. Mai mit Veranstaltungen im Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen und und im Kulturhistorischen Museum Görlitz gewürdigt.
- Am 7. April 2007 war Sachsen im Museum für Naturkunde und in der Landesstelle für Museumswesen in Chemnitz Gastgeber des Treffens der  Vorsitzenden und der Geschäftsführerinnen der ostdeutschen Museumsverbände.
- Der Sächsische Museumsbund begrüßt die Verlängerung des bewährten Kulturraumgesetzes bis 2011. Noch mehr Planungssicherheit würde eine Entfristung des Gesetzes bringen. Wofür wir uns stets eingesetzt haben. Wichtig erscheint uns die im Koalitionsvertrag festgelegte Summe der Zuwendungen des Freistaates Sachsen in Höhe von 86,6 Millionen Euro im Dritten Gesetz zur Änderung des Kulturraumgesetzes festzuschreiben.  Durch die Umstrukturierungen der Verwaltungsreform darf die bewährte Wirkungsweise des Kulturraumgesetzes keinen Schaden nehmen.
Vorstandswahlen
Die diesjährigen Vorstandswahlen bringen einen größeren Wechsel. Bereits während der Wahlperiode schied Herr Dr. Volker Dudeck als Vorstandsmitglied aus. Vier weitere Vorstandsmitglieder werden nicht wieder kandidieren:
- Frau Marion Schulz, Leiterin des Neuberin-Museums Reichenbach (Vogtl.) gehörte dem Vorstand seit den ersten Wahlen 1991 an. Sie war 1996 Gastgeberin der 5. Jahrestagung. Viele Jahre war sie Sprecherin der Museen im Beirat des Kulturraumes Vogtland.
- Frau Dr. Christine Seige, Abteilungsleiterin im Völkerkundemuseum Leipzig, vertrat seit 1999 im Vorstand besonders die Interessen der staatlichen Museen und der Museen der Stadt Leipzig. Sie war an der Vorbereitung von Fortbildungsveranstaltungen beteiligt.
- Herr Dr. Hans-Ulrich Lehmann, Oberkustos im Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, hielt seit 1993 im Vorstand die Verbindung zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der gesamten sächsischen Museumslandschaft. Er war an der Vorbereitung von Fortbildungsveranstaltungen beteiligt.
- Herr Ralf Petermann, Leiter des Museums der Stadt Aue, vertrat seit 1993 im Vorstand die Interessen der Stadt- und Heimatmuseen.
Wir danken allen scheidenden Vorstandsmitgliedern für ihr langjähriges Wirken im Interesse der
Museen im Freistaat Sachsen.
Neu zur Wahl stellen sich:
- Frau Dr. Gabriele Buchner, leitende Wissenschaftlerin im Vogtlandmuseum Plauen
- Herr Dr. Igor A. Jenzen, Direktor des Museums für Sächsische Volkskunst der Staatlichen
Kunstsammlungen Dresden
- Frau Marita Pesenecker, Leiterin des Kreismuseums Grimma
- Frau Ophelia Rehor, Leiterin des Stadtmuseums Bautzen
- Herr Christoph Schröder, Leiter des Bergbaumuseums Altenberg
Bisher als Vertreter des Schloßbergmuseums Chemnitz und des Museums für Naturkunde Chemnitz stellen sich nun als persönliche Mitglieder zur Wahl Herr Dr. Thomas Schuler und Herr Dr. Martin Antonow. Herr Dr. Antonow wurde Anfang Februar 2007 zum Oberbürgermeister von Brand-Erbisdorf gewählt. Er will sich trotzdem als persönliches Mitglied für das Museumswesen einsetzen, insbesondere für den Erhalt der Landesstelle.
Auch bei den Kassenprüfern gibt es einen Wechsel. Sehr herzlich danken wir den scheidenden Kassenprüferinnen Frau Katja Altmann, Leiterin des Museums Radeberg, und Frau Renate Oertel, Museumspädagogin im Verkehrsmuseum Dresden. Neu stellen sich als Kassenprüfer zur Wahl Frau Ramona Metzler, Leiterin des web Museums Oederan, und Herr Thomas Klein, Leiter des Stadt-, Kreis- und Lohgerbermuseums Dippoldiswalde.
Der Sächsische Museumsbund e.V. sieht sich als eine Vertretung von Museumsleuten, die voll im Berufsleben stehen. Das hat Vor- und Nachteile. In Museumsverbänden anderer Bundesländer gibt es hauptamtliche Geschäftsführer und Mitarbeiter, die aber nicht mehr wie bei uns über diese unmittelbare Beziehung zum täglichen Museumsleben vor Ort verfügen. Auf ein Problem möchte ich nochmals aufmerksam machen, das zunehmende Alter der Museumsleute. Nach der Wende haben viele junge Leute im Alter um die 30 die Leitung von Museen übernommen. Inzwischen sind 17 Jahre vergangen und die damals jungen Leute gehen auf die 50 zu.
Vorhaben
Dieses Jahr sollen die Hefte 33 und 34 unserer Verbandszeitschrift wieder gemeinsam mit der Landesstelle für Museumswesen erscheinen: Heft 33 zur Fortbildungstagung 2006 und Heft 34 zur Zittauer Jahrestagung 2007. Die Fortbildungstagung 2007 ist am Montag, dem 5. November, zum Thema „Museen haben Bestand“ geplant.
Meine Vorstellungen zur Jahrestagung 2008 sind als Tagungsort Leipzig und das Thema „Wie offen sind Museen?“.
Positiver Ausblick
Großen Respekt zolle ich dem unermüdlichen Einsatz der Museumsleute für ihre Häuser. Dazu gehört auch die jährliche besondere Veranstaltung zu Pfingsten im Steinarbeiterhaus Hohburg. Da die Dampfmaschine Jubiläum hat, veranstaltet Herr Müller einen Dampftag. 
In diesem Sinne:
Wir machen weiter Dampf für unsere Museen!

STAND: 17.03.2008 | IMPRESSUM | SITEMAP | OBEN