Schloss Nossen

Schloss Nossen

01683 Nossen – Im 16. Jahrhundert entstand die prachtvolle Renaissance-Anlage hoch über der Mulde auf den Mauern einer alten Burg. Heute befinden sich darin Wohnungen und ein Museum mit wechselnden Ausstellungen zu Themen mit dem sächsischen Adel.

Highlights

  • Schloss- und Amtsgeschichte
  • Familie von Schönberg
  • Jagd- und Waldnutzung

Informationen

Mit Abbruchmaterial vom aufgehobenen Kloster Altzella errichtete man von 1554 bis 1557 den Westflügel des Schlosses Nossen mit Riesensaal, Prinzenkammern und Hofestube. Er diente als kurfürstliches Jagd- und Reiselager. Die anderen Schlossflügel entstanden bis 1631 unter teilweiser Einbeziehung von Bausubstanz der alten Vorgängerburg. Als Unterkunft der Kurfürsten wurde das Renaissanceschloss 1775 aufgegeben, fortan waren verschiedene Behörden und das Amt Nossen Nutzer des Schlosses.

Seit Anfang der 1980er Jahre wurde im Schloss saniert und restauriert. Dabei legte man historische Malereien an Wänden und Decken frei und stellte teilweise die ursprüngliche Raumstruktur des 16. Jahrhunderts in den museal genutzten Räumen wieder her. Seit 1996 präsentiert sich in den ehemals kurfürstlichen Räumen eine Ausstellung zur Schlossgeschichte. Im Kaminzimmer, einst zum Riesensaal gehörend, kann man sich über die Jagd- und Waldnutzung sachkundig machen. Auch der Liebhaber historischer Bücher kommt beim Besuch des Schlosses auf seine Kosten. Eine Schaubibliothek beherbergt über 1.600 Bücher der Jahre 1544 bis 1900 aus den verschiedensten Wissensgebieten.

Auf den Spuren des Gerichtswesen kann der Besucher im Verlies, den Arrestzellen oder im Kellergewölbe folgen und Interessantes zu früheren Strafmethoden erfahren.

Zu einer Spurensuche in Sachsen lädt die Dauerausstellung »Die Familie von Schönberg in acht Jahrhunderten« ein. Ritter, Bischof, Abt, Berghaupt- und Amtshauptmann sowie Mäzen – in diesen Funktionen agierte die Familie in der Geschichte, die mit Beständen der von Schönbergschen Stiftung als Ausstellung präsent ist. Besonders die Gemälde Ferdinand von Rayskis (1806–1890) »Die Grenadiere im Schnee« und die »Schlacht bei Borodino« gehören zu den hervorragendsten Exponaten.

Eine Kabinettausstellung mit Werken des impressionistischen Landschaftsmalers Otto Altenkirch (1875–1945) und wechselnde Sonderausstellungen in den ehemaligen Prinzenkammern im Dachgeschoss werden ebenfalls gezeigt.

Kontakt

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH
Schloss Nossen
Schloss 3
01683 Nossen

Telefon: 035242 50430
Fax: 035242 50433

E-Mail: nossen@schloesserland-sachsen.de
Website: www.schloss-nossen.de

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